Montag, 3. November 2014

Halloween & neue Freunde

Zuerst einmal möchte ich mich für die zahlreichen Leser bedanken - plötzlich zeigt der Zähler 10.300 Leser an! Wow, das finde ich echt irre und ich freue mich riesig, dass es Euch Spass bereitet uns auf dem Weg in unser neues Leben zu begleiten.

Viele große Dinge sind in letzter Zeit nicht passiert, aber wer den Alchimist gelesen hat, der weiß auch, dass man in den vielen kleinen tollen Begegnungen das Glück im Leben findet.

Aber zuerst einmal möchte ich Euch erzählen wie es Sascha in seinem neuen Job geht. Mit dem Job bei Wells Fargo haben wir einen großen Glücksgriff gemacht. Dadurch, das die Bank ein riesiger Arbeitgeber ist in den USA, bietet das Untermehmen jede Menge Benefits z.B. eine sehr gute und umfangreiche Krankenversicherung, Einsparungen z.B. bei den monatlichen Handykosten, beim Autokauf bis zu 5000$ usw usw. Ebenso, einmal den Fuß in der Tür bieten sich viele Aufstiegsmöglichkeiten. Doch bis dahin heißt es ersteinmal Training, Training und Training. 500 Leute hatten sich auf diese Stelle beworben und 13 wurden für diese Position eingestellt. Jeden Tag heiß es lernen, insbesondere viele neue Fachbegriffe, die schon im Deutschen oft nicht einfach sind. Dadurch dass Sascha in Frankfurt nahe der US Airbase groß geworden ist und schon seit seiner Jugend in der deutschen Bundesliga American Football gespielt, für mehrere amerikanische Airlines gearbeitet hat, ist sein English sehr gut und er kommt damit sehr gut klar.
Mit viel Ehrgeiz und Power geht er die  Sache an, weil es eine tolle Chance ist um hier in den USA Fuß zu fassen.

Jetzt kommen wir zu den vielen kleinen schönen Momenten und Begegnungen bei denen uns hier wirklich das Herz aufgegangen ist.

Leider fing vorletzte Woche unser Auto an zu mucken. Es stellt sich heraus, das die Lichtmaschine defekt ist. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass es in den USA ohne Auto absolut gar nicht geht.
Aber Dank unseres Nachbar Larry wurde diese im Handumdrehen auf die schnelle eingebaut und
bevor er mit seinem Truck die nächsten Wochen auf Tour ist hat er dann in seiner typisch amerikanischen Garage (mit Fernseher, Sesseln und allerlei Plunder) mal eben noch einen Ölwechsel bei unserem Auto gemacht. Natürlich haben wir uns mit einem Pack Bier und einem selbst gebackenen deutschen Brot bedankt.

Am Freitag stand dann das erste richtige amerikanische Halloween an. Doch bevor es los ging war
erst einmal Teacher/Parent Conference= Elternsprechtag und die Kids hatten schulfrei. Die Durchführung ist hier an den Schulen etwas anders. Man bucht online einen Wunschtermin, zu diesem Termin kommen alle Lehrer die das Kind hat an einen Tisch, bei Connor also 5 Hauptlehrer und hier bespricht man alle Belange und Noten des Kindes. Es gibt jedes Quarter Noten d.h. man bekommt 4 Mal im Jahr Noten. Die Rückmeldung zu Connor war sowohl von den Noten (English eine 2 als nicht Muttersprachler!) naja mal abgesehen von Mathe aber insbesondere auch zu seiner Person extrem positiv. Ebenso bei Camy sind die Lehrer mehr als zufrieden.
Mir ist dann wieder besonders aufgefallen, dass sich alle Lehrer bei mir für mein Kommen und das Feedback bedankt haben!

Halloween konnte ich in Deutschland nicht so besonders leiden, ich finde es passt dort auch nicht hin. Wir haben Karneval/Fasching und dabei sollte es auch bleiben. Jedoch hier in den USA ist Halloween einfach ein MUSS. Wir hatten uns mit unseren Nachbarn zum "Trick or Treat" verabredet. Also um 6:15 pm ging es dann mit unseren verkleideten Töchtern und einem kleinen "Bierchen" in der Hand los. Von Tür zu Tür, hier ein kleines Schwätzchen, dort ein kleines Pläuschchen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Nachbarin Michelle, obwohl sie erst vor etwas über 1 Jahr aus Pennsylvania her gezogen ist, so ziemlich jeden in der Community kennt. Viele Nachbar saßen gemütlich um einen Feuerkorb in ihrer Garageneinfahrt und verteilten Süßigkeiten. Nachdem unsere Töchter zwei volle Körbe gesammelt hatten ging es zum Nachbarn Greg und hier wurden dann die obligatorischen Hotdogs über dem Lagerfeuer gegrillt. Ach herrlich wie unkompliziert die Amis's sind!!!
Halloween macht hier richtig Spass und ist einfach ganz anders als in Deutschland. Wer es mal erleben möchte ist im nächsten Jahr herzlich eingeladen.
Connor hatte sich mit Schulkollegen verabredet- was genau das junge Gemüse so gemacht hat? Wir werden es wohl nie erfahren!











Am letzten Samstag waren wir dann noch zu einer Überraschungsparty zum 50 Geburtstag von Roger, unseres Nachbarn, eingeladen. Viele nette Leute kennen gelernt, viel gelacht und lecker gegessen.


In North Carolina wird es jetzt langsam Herbst! Die Bäume leuchten feuerrot, die Nächte sind kühl (heute -3 Grad) und die Tage wunderbar warm. Ich liebe den Herbst ganz besonders und verspreche auch bald ein paar schöne Bilder einzustellen.

Wir sind jetzt seit 5 Monaten in den USA und seit 3 Monaten hier in Charlotte und ich bin immer wieder erstaunt wieviele Menschen wir hier nun schon kennen und wie vertraut uns hier schon alles ist.
Zu Thanks Giving kommen meine Schwester und meine Nichte - wir können es schon gar nicht mehr abwarten den ersten Besuch zu empfangen.

Sobald es wieder neue Ereignisse gibt, werde ich Euch berichten und bis dahin drücke ich alle von Herzen & take care
Monique & Camcos






















Montag, 13. Oktober 2014

back to the normal life

Ja - der "Alltag" kehr zurück!
Etwa im April haben wir angefangen unseren Haushalt aufzulösen, im Juni sind wir in die USA geflogen und seit August wohnen wir mittlerweile in Huntersville North Carolina.

Wir fühlen uns sehr wohl und "Zuhause" hier. Da wir mittlerweile wieder im Alltag angekommen sind, passieren momentan gar nicht mehr so viele neue spannende Dinge wie zu Beginn unserer Reise wo jeder Tag eine neue Herausforderung war.

Unsere Kinder Camy und Connor fühlen sich in ihren Schulen sehr wohl, Connor hat schon einen unfassbaren amerikanischen Akzent. Beide bekommen einen extra English Unterricht und somit geht das rasend schnell bei Ihnen in die Sprache rein zu kommen.

Dennoch gab es in letzter Zeit ein besonderes Ereignis:
das erste Familienmitglied, unsere Tochter feierte ihren Geburtstag - unsere "Große" ist 9 geworden!
Da sie schon vom ersten Schultag an mit den Mädels in ihrer Klasse Freundschaft geschlossen hatte - stand natürlich auch fest, dass wir einen Kindergeburtstag feiern. Neben allen 7 Klassenkameradinnen wurde noch eine deutsche Freundin und ein Mädchen aus der Nachbarschaft eingeladen. Also mit 10 Mädels am Start konnte die Party los gehen - aber seht selbst:













Die Mädels hatten viel Spass und wir auch!
Es ist schon faszinierend, wie schnell man hier integriert wird - selbst wenn man die Sprache, wie in Camy's Fall, noch nicht so perfekt spricht! Trotz dass es ein wirklich schöner Geburtstag war fehlten uns Oma & Opa und die Freunde aus der Heimat (.... und die Martina die immer so leckere Amerikaner macht!)

Die Temperaturen sind hier immer noch sommerlich und das genießen wir sehr! An manchen Tagen haben wir noch bis zu 30 Grad und die Abende sind immer noch mild, so dass man hier Abends auf dem obligatorischen Schauckelstuhl vor dem Haus einen kühlen Drink genießen kann.
Der Herbst ist hier eine ganz besondere Jahreszeit und gerade im Blue Ridge Parkway - das der Gebirgszug ca. 2 Stunden westlich von uns, sind die Wälder und ihrer Verfärbungen sehr sehenswert. 

Wir haben letzte Woche Asheville erkundet. Die kleine charmante Stadt liegt mitten im Blue Ridge Parkway und ist der Ausgangspunkt für viele Trails und Wanderungen. Von Huntersville waren wir ca. 2 Stunden unterwegs und auf dem Weg kann man schon einen Eindruck von den Wäldern bekommen. Asheville ist eine kleine Stadt mit vielen netten Geschäften, Cafés und Restaurants. 
Wir haben uns einfach durch die Stadt treiben lassen und werden hier sicher noch einmal zum Wandern her kommen.


















Einen Traum haben wir uns auch in der letzten Wochen erfüllt!
Western Reiten!!!!!
Die Camy ist ja schon ein echter Profi und ich muss gestehen, es sieht bei ihr so easy und einfach aus - ist es aber nicht! Wir hatten bereits 2 Reitstunden und können jetzt schon ein Pferd aufsatteln und das 1 PS vom Schritt in den Trab bringen. Connor ist leider nicht dazu zu bewegen und macht sich daher toll als Fotograph! Die Region eignet sich sehr gut zum Reiten und somit gibt es hier auch viele Anbieter - allerdings auch nicht gerade günstig. Wir konnten einen wirklich guten Preis als Familie aushandeln und daher versuchen wir es möglichst einmal in der Woche zu üben.










Halloween rückt immer näher und rund herum sind viele Häuser bereits sehr schön geschmückt. Halloween hat hier in etwa den Stellenwert wie Karneval in Köln oder Fasching in Deutschland. Die Kinder verkleiden sich und es finden viele Party´s und Veranstaltungen statt. Und natürlich gehen am 31. Oktober die Kinder von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Wir sind schon sehr gespannt darauf und haben natürlich unser Haus schon standesgemäß geschmückt!




Rund herum fühlen wir uns hier sehr wohl und haben schon jede Menge Nachbarn, Eltern von Klassenkameraden und auch einige andere Auswanderer kennengelernt. Das geht hier wirklich sehr schnell, da besonders diese Region wirtschaftlich im Aufschwung ist, ziehen sehr viele Familien neu dazu und das macht es auch uns leicht hier schnell Anschluss zu finden.

Ich wünsche Euch allen einen tollen Herbst und berichte ganz bald wieder davon wie es uns geht und was zwischenzeitlich wieder Neues passiert ist.

Take care
Monique & Camcos

Nach Redaktionsschluss:
Es ist mir einfach noch ein Bedürfniss Euch zu erzählen wieviel Hilfe und Unterstützung wir "unaufgefordert" von den Menschen um uns herum erhalten: wir sind ja hier mit nur 6 Koffern gestartet - haben uns selbstverständlich mit den wichtigsten Dingen ausgestattet - jedoch sind unsere Kisten noch in Deutschland und es ist nicht möglich gleichzeitig alle Dinge aufeinmal anzuschaffen. Aus diesem Grund stand kürzlich eine deutsche Freundin mit einem ganzen Stapel Spielen vor der Tür, meine amerikanische Nachbarin drückte mir am Freitag einen Zettel in die Hand - auf diesem Zettel standen alle wichtigen Adressen: Hausarzt, Kinderarzt, Tierarzt, Zahnarzt und ganz wichtig Friseur. Sie meinte das würde mir sicher helfen mich schnell zurecht zu finden. Gerade eben kam ein Nachbar vorbei, der mitbekommen hat, dass unsere Tochter Geburtstag hatte. Er stand in der Tür mit einem Stapel Geschenken und meinte er würde uns gerne eine Freude machen!!!! 
Ich schätze diese Art von Hilfsbereitschaft sehr und freue mich darüber, dass wir hier so gut aufgenommen werden und soviel Unterstützung erfahren! Thank you so much!








Mittwoch, 24. September 2014

Sascha goes to Wells Fargo & wir haben ein Auto!

       


Sascha goes to Wells Fargo und wird im zarten Alter von 50 noch Banker!
Wir haben in den nunmehr knapp 4 Monaten hier in den USA schon viel geschafft - jedoch war dieser Schritt natürlich mitunter der Wichtigste! Dadurch dass wir ja erst vor ca. 6 Wochen hier so richtig angekommen sind, konnten wir uns auch erst zu dieser Zeit auf dem lokalen Markt bewerben. Natürlich hat er schon von Deutschland Bewerbungen geschickt, allerdings ist es auf dem amerikanischen Jobmarkt so, dass man meist kurzfristig eingestellt wird.
Wichtig ist hier zuerst einmal ein gutes Resume (Lebenslauf), dieser ist sehr unterschiedlich zu dem Deutschen. Das Resume ist kurz gehalten meist nicht länger als 1 Seite pro 10 Jahre Berufserfahrung und es zählt nicht so sehr was Du gemacht hast, sondern was Du erreicht hast.
Das ganze Verfahren ist online und oft hört man so rein gar nichts! Der erste Kontakt ist dann meist ein Screening per Telefon und dann geht es meist persönlich oder ggf. auch über Skype weiter. Es ist
nicht unüblich, dass es 4 Gespräche gibt.
Die Position die Sascha bekommen hat, ist ein toller Einstieg, insbesondere weil Charlotte neben New York das zweitgrößte Banken Zentrum der USA ist. Wells Fargo, die größte und älteste Bank Amerikas beschäftigt hier über 20.000 Mitarbeiter.
Wir freuen uns riesig über diese Chance insbesondere weil mit einem großen Unternehmen ein guter Start gemacht ist.


 Wir haben ein AUTO!
Und zwar so eines, wo gleich eine ganze "Fußball Mannschaft" oder auch der zukünftige Besuch rein passt. Allerdings hat uns das echt Nerven gekostet! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was wir uns für Autos angesehen
haben - dort hat es innen drinnen gelebt! Ich habe keine Ahnung was die Amerikaner mit ihren Autos machen, aber das war echt ekelig!
Zum Glück haben wir unseren Chevrolet Suburban 2003 v8 in einem sehr guten Zustand, komplett überprüft und für einen sehr guten Preis bekommen und freuen uns jetzt schon auf tolle Ausflüge z.B zum Campen oder ans Meer!

Ich hatte sicherlich schon einmal erwähnt, dass Charlotte eine außergewöhnlich, sportbegeisterte Stadt ist. Am letzten Wochenende spielten die Carolina Panthers gegen die Pittsburgh Steelers. Leider hatten wir keine Karten, dennoch haben wir uns das Spektakel in der City angeschaut.
So typisch Ami, verbringen die Fans den Tag bis zum Spiel fully equipped mit großen Kühltruhen,
Fernseher über Generator betrieben und jede Menge Spiele, die auf dem Parkplatz gespielt werden.
Und alle ganz friedlich, kein gepöbel oder gefährliche Situationen die es manchmal bei Bundesliga Spielen gibt. Sobald wir mal Karten erstehen, werden wir uns ganz sicher ein Spiel ansehen. Zumal Sascha in seiner Jugend in der deutschen Bundesliga American Football gespielt hat und natürlich ein großer Fan von diesem Sport ist.

Hier ein paar Eindrücke von dem Tag:


















Als nächstes steht jetzt der erste Geburtstag von Camy nächste Woche in den USA an!
Da sie bereits ein paar Freundinnen in der Schule hat, werden wir auch gebührend einen Kindergeburtstag feiern. Nur die Familie besonders Oma und Opa werden wir dieses Jahr vermissen - aber vielleicht können wir das bald nachholen :-)!

Wir freuen uns sehr auf die nächsten tollen Herausforderungen die uns bevor stehen und selbstverständlich halte ich Euch alle auf dem Laufenden!

Take care & bis bald
Monique und alle anderen Camcos Familienmitglieder