Sonntag, 8. März 2015

Winter in North Carolina

Die Tage, Wochen und Monate verfliegen hier im Eiltempo. Schwups ist es schon Frühling - ja und das meine ich auch so. Hier kann es manchmal von -14 Grad auf plus 20 gehen in nur einem Tag.

Ja! Was ist alles so in den letzten Wochen passiert?
Wir hatten den ersten Wintereinbruch mit Schnee und Glatteis. Das war eine wirklich spannende Erfahrung. Warum? Naja - hier kommt der Winter nur für paar Tage im Jahr vor, somit ist niemand so richtig darauf eingestellt. Die Autos haben schlechte Reifen, die Gemeinden haben keine Räumfahrzeuge und viele Menschen nicht einmal richtig Winterschuhe. Also bei sage und schreibe 5 cm Schnee bricht hier das Chaos aus, die Schule fällt aus oder startet 2 Stunden später. Jedoch gefährlich ist der Eisregen, der hier öfters vorkommt. Von einer Minute auf die andere gibt es eine Centimeter dicke Eisschicht auf der Straße.

Auch wir konnten 2 Tage nicht arbeiten, weil wir einen Mini Berg nicht hoch kamen :-).
Für uns uns unsere Nachbarn aus Pennsylvania war dieses sehr lustig. Die Kinder fanden es natürlich super.

 

 

 

Wir sind jedenfalls froh wenn der Frühling kommt und das auf und ab der Temperaturen vorbei ist.

 

Charleston, South Carolina

Einen wunderbaren Tag verbrachten wir in Charleston South Carolina. Wir erwischen einen wunderbaren Tag mit über 20 Grad. Charleston liegt ca. 2 Stunden entfernd von Charlotte und ist der schnellste Weg zur Atlantik Küste. Die Stadt mit Südstaaten Flair ist in jedem Fall eine Reise wert- wunderschöne Häuser und historische Plätze.

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag war wunderbar und Charleston hat uns sehr gut gefallen.

 

Leider sind wir derzeit beruflich so sehr eingespannt, dass wir noch nicht die Ausflüge machen konnten die auf unsere Liste stehen. Aber vorrangig ist auch erst einmal unser Ziel uns beruflich hier zu ethablieren und da sind wir auf einem sehr guten Weg.

Insgesamt fühlen wir uns immer noch sehr wohl in diesem Land und sehen hier sehr viele berufliche Optionen. Manchmal bin ich erstaunt wie viele Menschen wir hier bereits kennen und wie schnell wir uns hier eingelebt haben.

Wir wünschen Euch allen eine tollen Start in den Frühling!

Eure Camcos Menesi's

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 1. Januar 2015

Rueckblick 2014 & Ausblick 2015



Kurz vor Abflug in Frankfurt
Heute ist der 31. Dezember und es fuehlt sich an als ware das Jahr im Fluge vergangen. Jedoch wenn ich mir all die Bilder anschaue, auf denen all die Staedte, all die Bundesstaaten, all die Dinge und Menschen zu sehen sind, denen wir begegnet sind wird mir klar wie ereignisreich und angefuellt mit schoenen Erinnerungen unser Jahr 2014 so war.

Goodbye Unterhaching - ein traenenreicher Abschied

Manchmal war es wie eine Achterbahn, denn Abschied nehmen von Freunden, Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen und vielen Menschen die man so taeglich trifft war nicht leicht. Und gleichzeitig war die Vorfreude und die Erwartungen sehr gross und haben so manche Traene getrocknet.

Die meisten Menschen, denen wir von unserem Plan in die USA zu gehen berichtet haben, haben uns fuer voellig durchgeknallt gehalten. Ohne Jobs, ohne eine Unterkunft oder einen festen Plan - fuer die meisten Menschen unvorstellbar!
Fuer uns nicht, denn wir haben immer fest daran gelaubt, dass wir unseren Weg finden und dieses Selbstvertrauen hat uns bis jetzt hierher getragen.



Das letzte Glas Wein in Deutschland bei Bruder Paul in Deutschland
Insbesondere fuer mich war das Jahr 2014 eines der emotionalsten Jahre in meinem Leben. So viele Menschen haben sich herzlich von uns verabschiedet bzw. sind oft taeglich aus Deutschland mit uns in Kontakt. Haben mitgefiebert und uns mit Rat und Tat sowie Hilfe beiseite gestanden, Seit Beginn unserer Reise in Seattle am 02. Juni 2014 haben wir einfach nur tolle Menschen getroffen. Mein Fazit nach einem halben Jahr in den USA - die Menschen sind einfach toll! Sie sind herzlich, hilfsbereit und wertschaetzend, ebenso wie gesellig und spontan! Alle Vorurteile die einem so im Kopf rum schwirren und das koennt ihr mir wirklich glauben - stimmen nicht.
Dieses riesen Land hat auch so seine Probleme und darueben kann man natuerlich auch ausgiebig diskutieren und ebenso geteilter Meinung sein. Doch bei all den vielen Dingen ist der Enthusiasmus und der Mut der Menschen Dinge anzugehen ganz besonders bemerkenswert. Sie sind offen, interessiert an einem und heissen andere Menschen herzlich willkommen.



Das erste Wohnmobil Seattle - San Francisco







So mittlerweile fuehlt sich unser Leben hier gar nicht mehr so viel anders an als in Deutschland. Wir haben beide Jobs, die Kinder gehen in die Schule, wir haben uns bereits einen amerikanisch-deutschen Freundeskreis aufgebaut, die Kinder haben Freundschaften geschlossen- also der normale Wahnsinn. Und doch ist es wiederum ganz anders. Ein wesentlicher Unterschied ist das Wetter hier in North Carolina - wir haben fast immer schoenes Wetter und auch wenn es dieser Tage Nachts unter Null Grad ist, scheint tagsueber wieder die Sonne. Dadurch sind wir viel
unternehmungslustiger und jede Freizeit ist meist proper gefuellt. Die Uhr rennt hier gefuehlt irgendwie schneller!

So wirklich richtig haben wir noch nicht alles verarbeitet was wir in diesem Jahr so erlebt haben und daher moechte ich die Highlight jetzt in Form von den schoensten Bildern mit Euch teilen:
Portland Oregon - die Stadt der Rosen





Pacific Coast on the way to Eureka


Redwood National Park






Unsere Reise ging von Seattle ueber Portland vorbei an dem Redwood National Park und dann immer entlang der Pacific Coast bis San Francisco.
Hier in San Jose (Sillicon Valley) machten wir ein paar Tage halt um Arlene und Ed zu besuchen.
Dann ging es mit dem Mietwagen weiter nach Las Vegas. Hier haben wir dann den zweiten Camper uebernommen.
Las Vegas
Grand Canyon

San Francisco von oben


Mitte Juli ging es dann von der West an die Ostkueste nach Florida und von dort aus Ende July nach Charlotte North Carolina. Hier haben wir dann Anfang August unser Haus bezogen.

Vero Beach Florida



Dennoch war Florida nicht unseres und unsere Reise ging weiter nach North Carolina. Hier ging dann auch alles ganz flott. Haus bezogen Anfang August, Kinder eingeschult Ende August, Jobs usw.

Wirklich aufregend war die Einschulung der Kinder. Ein voellig anderes System, viele ????, Elternbriefe und Gepflogenheiten. Beispielsweise der PJ Day : Kinder gehen in Pyjamas in die Schule oder der Buster Move: eine Spendenaktion um Geld fuer Computer zu sammeln usw. usw.
Bis ich das A-Day, B-Day System verstanden habe!!!



Ein weiteres Highlight war Thanksgiving und der erste Besuch meiner Schwester und Nichte. 
So wie es sich gehoert zu Thanksgiving waren Familie (Schwester und Nichte) und Freunde Fam. Eichhammer und Val mit Eheman Brian da. Im Anschluss haben wir einen Ausflug nach Savannah unternommen.

In den USA heisst die Zeit von Thanksgiving bis Weihnachten: Holiday Season. Alles wir total weihnachtlich, oft sehr schoen manchmal auch ein wenig uebertrieben geschmueckt. Aber alles in allem einfach unbeschreiblich schoen. Anders als in Deutschland kommt hier in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember der Santa Claus und bringt die Geschenke. Weihnachten also der 25. feiert man dann im Kreise der Familie. 
Da wir hier keine Familie haben, hat meine Freundin und Geschaeftspartnerin Val uns in ihr Haus eingeladen. Einfach nur wundervoll wie wir als Familie selbstverstaendlich eingeladen werden. 

Weihnachtskonzert Camy

Unser Connor wir 13 Jahre 

unsere Nachbarn 3. Platz im Weihnachtsdeko Wettbewerb



Mama Brown

Val

Christmas Dinner 

Mama Brown & Connor

Freunde und Familie 

Ein wundervolles Weihnachtsfest


Seit etwa 5 Monaten hat uns nun das "bodenstaendige" Leben wieder. Aber langweilig ist es keinesfalls. Viele Projekte sind angeschoben und warten darauf in 2015 weiter zum Erfolg gefuehrt werden. Wir haben unsere Firma www.meetus.us angeschoben - es sind die ersten Auftraegen bereits am Start. Wir haben beide angefangen zu arbeiten, Sascha als Sales Banker bei Wells Fargo und ich bei einer deutschen Firma im Sales und HR Bereich. In 2015 heisst es nun alle Projekte die wir jetzt angeschoben haben zum Erfolg zu fuehren und hoffentlich auch erfolgreich zu etablieren. Ein weiteres wesentliches Standbein fuer mich ist es meine Arbeit als Trainerin und Business Coach auch hier weiterzufuehren. Hierfuer habe ich mir eine amerikanische Geschaeftspartnerin gesucht und gefunden. www.trainstationtraining.com
Also es gibt genug zu tun in 2015 - langweilig wir uns ganz sicher nicht. 
Ein weiteres Ziel ist es auch die grossartige Umgebung zu erkunden. Naechste Reiseziele sind Charleston, Washington und die Blue Mountains.

So beenden wir dieses unfassbare Jahr 2014 und blicken auf ein spannenden Jahr 2015 mit bestimmt vielen neuen Herausforderungen. Fuer mich war dieses Jahr das Jahr der Begegnungen - wir sind so dankbar fuer die vielen Erfahrungen und fuer die vielen tollen Menschen um uns herum und in der Ferne!

Eure Menesi's

P.S. Wir wuenschen Euch fuer 2015, dass ihr Euch Eure Traeume erfuellt, Dinge anschiebt auch wenn sie manchmal unerreichbar erscheinen!


















Montag, 1. Dezember 2014

Thanksgiving Weekend Savannah und Florida Weekend


Wie die Zeit vergeht: ist mein letzter Post doch schon wieder fast einen Monat her. Mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen und dennoch haben wir in der Zwischenzeit so viel unternommen und erlebt.


Ich fange heute mal mit den aktuellsten Erlebnissen an:

Unsere ersten Thanksgiving in den USA!

Für alle die nicht genau wissen was Thanksgiving bedeutet, hier eine kurze Erkärung:

Thanksgiving und Amerika

In den Vereinigten Staaten begann alles mit der Einwanderungswelle nach Neu England Anfang des 17. Jahrhunderts.
Dieser Feiertag ist einer der wichtigsten des Jahres. Er geht zurück ins Jahr 1621, als die Pilgrims, die Pilgerväter, die einst mit der Besiedlung Neu Englands begannen, die erste und sehr erfolgreiche Ernte feierten. Es war ausreichend Nahrung vorhanden, darunter nicht nur Getreide, sondern auch geräuchertes Fleisch und gepökelter Fisch, so dass man Vorräte für den Winter hatte.


Dieser Feiertag hat hier einen höheren Stellenwert und wird mehr zelebriert als das Weihnachtsfest und dementsprechend sind auch die Vorbereitungen und der "Einkaufswahn".

Ein MUSS ist der Turkey (Truhthahn mit mind. 10 kg), dieser wird gemeinsam im Kreise der Familie zerlegt und genossen. Nur leider haben wir ja keine Familie in den USA, daher stand schon seit langem fest, dass wir unser erstes Thanksgiving in den USA mit unseren Mitauswanderer Freunden Annika, Simon und Helene aus Florida feieren. Pünktlich am Vorabend kam die Familie Eichhammer aus Jacksonville an.

Wir starteteten den Tag mit einen Brunch bei dem wir auch noch meine Business Partnerin (und American Sister) Val und Brian einluden.








Pünktlich zum Turkey Essen kamen dann meine Schwester und meine Nichte aus Deutschland eingeflogen.

Der erster Besuch in unserer neuen Heimat - die Freude war riesig!!!





Jedoch mussten vor dem Essen noch die ganzen Mitbringsel begutachtet werden (Tee, Sauerteig, Alnatura Gemüsebrühe und echte Taschentücher) ja wirklich Taschentücher - hier gibt es nur Kleenex Tücher und ich finde dies immer so unpraktisch für die Handtasche.

Der Turkey schmeckte wunderbar und es war ein gelungenes erstes Thanksgiving!






Wer hat noch nie von Black Friday gehört? Der Black Friday ist traditionell der Freitag nach Thanksgiving. An diesem Tag locken ab Mitternacht die Geschäfte mit hohen Rabatten. Insbesondere die großen Ketten wie Best Buy oder Wal Mart locken mit Angeboten wie ein 50 Zoll TV für 200$ also ca. 160 Euro. Da wir uns davon keine Vorstellung machen konnten mussten wir uns natürlich persönlich davon überzeugen! Insbesondere unsere Deutschen Gäste fühlten sich wie im Schlaraffenland z.B ein Paar Nike Turnschuhe für 20 Euro usw.

Für uns Frauen ein wirklich toller Tag!!! Aus meiner Sicht für Schnäppchenjäger echt lohnenswert.


Ganz in der Früh ging es am Samstag dann für das Wochende in den Süden - Savannah stand auf dem Plan. Savannah liegt an der Ostküste in Georgia und ca 4 Stunden von uns entfernt. Aber das ist hier quasi um die Ecke und dadurch dass das Autofahren sehr entspannt ist, fährt man auch 4 Stunden für einen Kurztrip.

Hier hat sich jetzt unser großes Auto bewährt, denn es passen locker 6 Leute plus Hund rein.




In Savannah angekommen haben wir uns durch diese wunderbare alten Stadt treiben lassen. Wir sind durch den Historic District gebummelt immer Richtung Fluss entlang durch kleine Parks an denen schon Tom Hancks in Forest Gump auf der Bank mit Pralinen in der Hand wartend auf den Bus saß. Pferdekutschen und Trollibussen fahren entlang der historische Straßen. Man kann sich so richtig vorstellen wie hier einst noch Kutschen fuhren und die Damen mit ihren Sonnenschirmchen und auslegenden Kleidern auf der Straße promenierten. Bei etwas 23 Grad genossen wir den Tag in Savannah. Zum Übernachten hatten wir ein Motel auf der etwa 30 Min entfernten Insel Tybee Beach ausgesucht.
























Nach einem richtig amerikanischen Frühstück wurde der 1. Advent am Strand bei 23 Grad und strahlend blauen Himmel gefeiert. Wunderbar!


Gegen Mittag fuhren wir nocheinmal nach einmal nach Savannah um uns noch ein wenig durch die Stag mit den vielen kleinen Parks treiben zu lassen.

Die Stadt hat uns allen wirklich gut gefallen und ist sicher einen Besuch wert, jedoch sollte man hierfür ehr den Winter einplanen da es im Sommer sehr heiß und sehr schwül werden kann.







Ein wirklich gelungenes Wochende und kaum vorstellbar, das in Deutschland die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet wird und die Menschen Glühwein auf Weihnachtsmärkten trinken.


Die Strecke Richtung Süden kennen wir nun schon ganz gut, denn Anfang November sind wir diese bereits gefahren und haben die Familie Eichhammer in Jacksonville Florida besucht. Wir wollten es uns nicht nehmen lassen das neu erworbene Haus anzuschauen und darauf anzustoßen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstag haben wir uns St. Augustine angesehen. Wirklich sehenswertes süßes Örtchen mit einem Fort welches den Spaniern gegenübern den feindlichen Britten Schutz bot. Nach einem leckeren Grillabend genossen wir den Sonntag am Beach und dann ging es auch schon wieder 600 km zurück. ....aber so machen die Amerikaner das halt - kurz und schön! Danke Simon und Annika - es war ganz toll bei Euch - hoffe wir dürfen wiederkommen.




















Obwohl wir erst so kurz hier leben (knappe 5 Monate in Huntersville) sind wir in der Nachbarschaft schon total integriert. So waren wir auch schon auf 2 Runde Geburtstage eingeladen und diese sind so herlich unkompliziert. Es werden wahlweise einfach ein paar Pizzen bestellt oder ein kleines Buffet, jeder bringt etwas mit und man kommt mit den anderen Gästen sofort ins Gespräch. Die Menschen sind so freundlich, offen und neugierig, so dass wir immer der Mittelpunkt auf den meisten Festen sind und alle immer sehr begeistert unserer Geschichte lauschen.


Mich hat nun auch das Arbeitsleben wieder, wenn auch nur Part Time damit ich noch genug Zeit für meine Projekt www.meetus.us eine Relocation, Training und Personalvermitttlungsagentur habe. Ebenso wie das gemeinsame Projekt, Interkulturelle Coaching und Seminare mit meiner Kollegin Val www.trainstationtraining.com

Den Kindern geht es nach wie vor super und sie fühlen sich hier pudelwohl. Es ist irre wie schnell die Kinder die Sprache lernen und sich an andere Situationen gewöhnen.

Also rundherum alles gut bei uns, ganz besonders weil wir jetzt noch ein paar Tage im Kreise der Familie haben.

Also bis ganz bald & allen eine schöne Adventszeit

(Und mit schön meine ich schön - tut euch die Ruhe an und genießt das Leben! Wir tuen es jedenfalls!)

Eure Monique & alle Camcos Familienmitglieder